Blog – Bekannte Drehorte weltweit – Filming-Locations, Set, Location, Filmset, Schauplätze, Filmkulisse

11. Juni 2010

Wickie kommt zurück an den Walchensee

Ihm sei bekannt „…, dass wieder am Walchensee gedreht werden soll“, sagte der Bürgermeister von Kochel und gemeint ist die Fortsetzung zu „Wickie und die starken Männer“. Im Herbst soll der Dreh beginnen, der vorläufige Termin für den Kinostart steht auch schon und wurde auf den 11.November 2011 festgesetzt. Der Bürgermeister freut sich, dass die, in München ansässige, Produktionsfirma Rat Pack für den zweiten Wickie Teil in seine Gemeinde kommt und der Bekanntheitsgrad der Region wächst. Kein Wunder, den laut Kerstin Lindig, der Leiterin der Touristik-Informationsstelle Vorort, begann schon nach dem ersten Teil ein Run auf die originalen Drehorte des Kinofilms. Alle wollten zu den urigen Wikingerdörfern. Auf die täglich eintrudelnden Anfragen hat man schnell reagiert und so wurde vor geraumer Zeit bereits das Kinderprogramm ausgebaut. Entdeckungsreise mit den Wikingern heißt der Bestseller für die Kleinen.
Was den zweiten Teil des Films betrifft, darf man sich wohl wieder auf tolle Filmkulissen freuen. Insbesondere die Sachenbacher Bucht sorgte im ersten Streifen für einen Augenschmaus und soll wohl wieder zu sehen sein. Zu den bereits bekannten Drehorten sollen aber auch neue hinzukommen. Christian Becker, der Produzent, habe sich wohl mal im Loisachtal umgeschaut. An die Stelle von „Bully“- Michael Herbig tritt diesmal allerdings Christian Ditter als Regisseur an. Ob der zweite Teil an den Erfolg des ersten anknüpfen kann ist jedoch fraglich, denn die im Vorfeld gestartete Castingshow „Bully sucht die starken Männer“ um Witzbold Herbig, war am Werberummel und somit auch Erfolg des Wickie Films nicht unwesentlich beteilig. Da der Hype um den kleinen Wikinger allerdings wieder aufgefrischt werden müsste, muss sich die Kreativabteilung etwas Neues einfallen lassen, um von sich Reden zu machen.

2. Juni 2010

Frankreich und Paris aus Kinosicht

Frankreich und insbesondere Paris sind jedem ein Begriff. Vor allem die „Stadt der Liebe“ dürfte weltweit bekannt sein. Wir alle wissen, dass Frankreich und Paris eine Menge für den Tourismus zu bieten haben. Allein die namenhaften Sehenswürdigkeiten sind an der Zahl nahezu unübertroffen in Europa. Ihre Namen lesen sich wie die der Hollywoodstars. Wer kennt nicht den Triumphbogen, den Louvre, Notre Dame oder gar den Eifelturm von Paris.
Aber auch abseits der Hauptstadt tummeln sich die Sehenswürdigkeiten und Touristenmagneten. Das Schloss von Versailles etwa, die Kathedrale Saint-Andre von Bordeaux oder der Papstpalast von Avignon und einige mehr. Da liegt es nahe, dass Frankreich und seine Hauptstadt auch Schauspieler, Regisseure und Produzenten anlocken. Die Stadt versprüht einen einzigartigen Esprit und scheint alles in einen harmonischen Einklang zu bringen. So wurde Paris etwa zum perfekten Schauplatz für den Kinofilm „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Für den Film „München“, bei dem Steven Spielberg Regie führte, wurde am Nordbahnhof von Paris gedreht. Doch es wurden weit mehr berühmte Kinofilme in dem Land der Trikolore gedreht. Da wären zum Beispiel Ronin, French Kiss, Der Da Vinci Code, Rush Hour 3, The Fall und viele mehr. Ihr könnt sie ja alle unter der Rubrik Frankreich und den einzelnen Drehorten sehen. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass Frankreich eines der besten Reiseziele für Filmfreaks und –fans ist. Die Vielfalt und Menge der Kinoschauplätze, vereint mit den historischen Sehenswürdigkeiten und dem Charme der Hauptstadt, machen es einzigartig in Europa.

27. Mai 2010

Drehorte in der Eifel liegen voll im Trend

Am 21. März hatte ich noch davon berichtet, dass die Eifeltourismus GmbH, mit europäischen Fördermitteln von über 150 000 €, die Eifel für Filmemacher interessant machen will und eine Datenbank mit über 40 Motiven von Drehorten anlegt, da kommen schon die nächsten Produzenten angerollt. Uwe Ochsenknecht wird die Hauptrolle in der ZDF-Komödie „Das Comeback“ übernehmen und gedreht wird das ganze in Iversheim. Zuvor wurden auch Filme wie etwa „Die Päpstin“ Sönke Wortmanns und Teile des RTL Zweiteilers „Der Vulkan“ in der Eifelregion gedreht. Angesichts der steigenden Beliebtheit der Region unter den Filmemachern, wundert es nicht, dass Sony Pictures die Geschichte um Schlagersänger Hansi Haller dort zu „Film“ bringen will. Ich bin gespannt, wie sich das ganze weiterentwickelt und inwieweit die Bemühungen der Eifeltourismus GmbH greifen. Allgemein finde ich es sehr gut, mehr Filme in Europa und in Deutschland zu drehen. Noch interessanter wird die Mischung aus Film und Europa meines Erachtens aber in Kombination mit hochkarätigen Besetzungen oder Machern aus Übersee.

Außerdem hat jeder, der schon immer mal in einem Film mitspielen wollte, noch die Chance sich dem offenen Casting für freie Statistenrollen zu stellen. Allerdings sollte er oder sie von Anfang bis Mitte Juni verfügbar sein. Ansonsten kann es jeder im Alter zwischen 6 und 66 versuchen. Das ganze steigt an diesem Samstag, also dem 29. Mai 2010, in der Gaststätte „Ohm Kock“, Euskirchener Straße 83. Ihr könnt von 14 bis 19 Uhr dort vorsprechen.

26. Mai 2010

Sex and the City – Carrie On

Viele haben diesem Kinostart lange entgegen gefiebert. Nun ist es soweit, die Karten zur Deutschlandpremiere sind seit Monaten vergriffen und morgen ist dann der allgemeine Kinostart für die zweite Runde von Sex and the City. Eingefleischte Fans haben sich natürlich nicht lumpen lassen und waren bereits zur Weltpremiere in der Modemetropole NewYork, wo sonst sollte der Glamourstreifen sich feiern lassen, gepilgert. Trotz niederschmetternder Kritik am ersten Teil, spielte die Serienverfilmung mehr als alle anderen ein. Über 400 Million US-Dollar standen am Ende auf dem Taxameter der Erfolgsproduktion. An diesen Erfolg soll natürlich angeknüpft werden und die Fans bestätigen das. Sechs Jahre lang heulten, litten und lachten alle mit Carrie, ständig auf der Suche nach Mr. Right. Sehnsüchtigst wurde dann die Traumhochzeit mit Mr. Big erwartet, zu welcher es erst im Kinofilm endlich kam. Doch was soll ein neuer Streifen bieten können, immerhin wurde die Peak der Story, nach jahrelangem hinhalten, mit der Hochzeit erreicht. Vielleicht tauchen gerade deshalb mehr Stars in Gastauftritten auf als je zuvor. Neben Liza Minnelli, der zurzeit sehr populären Miley Cyrus und Miriah Carey, ist darüber hinaus Penelope Cruz zu sehen.
Gedreht wurde diesmal weniger in New York, als vielmehr in den Arabischen Emiraten und Marokko. Den Fans dürfte es schnuppe sein, Hauptsache ihre Ikonen und deren Glamourimage wird gewahrt.
Ein Gutes hat es allerdings vor allem für Reiseveranstalter, denn die bieten bereits nach dem Knüller New York nun auch Reisen zu den Drehorten in Marokko an. Bei der „Verrücktheit“ der Fans, ist davon auszugehen, dass dieses Angebot gerne genutzt wird. Auch zum ersten Teil waren Drehortreisen sehr beliebt und der Merchandisingmarkt rund um die Sex and the City Produktion boomte.

21. Mai 2010

Prince of Persia – Der Sand der Zeit

Gestern fiel der Startschuss für die Actionabhandlung Prince of Persia. Die Videogame-Adaptionen ist ebenfalls eine Premiere für den Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal, der die Rolle des Prinz Dastan spielt. Während der 29-jährige bislang bei kleineren Produktionen beteiligt war, wagte er nun den Schritt zum Helden des Action-Krachers. Mit acht Jahren, so Gyllenhaal, bewunderte er Indiana Jones und Filme wie „The Goonies“. Er wollte auch ein Held sein und das hat er nun geschafft. Es sei ihm insbesondere nach etlichen Rollen, in denen er Verlierer und Außenseiter spielte, gegönnt. Bekanntheit erlangte er vor allem durch Streifen wie „Donnie Darko“ und „Brokeback Mountain“. Prince of Persia stellt allerdings seine erste Rolle in einem echten Blockbuster dar. Das Prince of Persia ein Kassenschlager werden dürfte, dies liegt nicht zuletzt an dem Verantwortlichen für diese Produktion. Der wohl größte Produzent Hollywoods, der bereits als Legende gilt, Jerry Bruckheimer hat sich diesem Projekt angenommen. Der gewählte Drehorte für den Prinzen, der die Zeit, wenn auch nur einige Minuten, zurückdrehen kann, ist perfekt. Marokko ist einer der beliebtesten Schauplätze für historische Verfilmungen. So drehten auch bereits Ridley Scott (Gladiator, Königreich der Himmel) und Franco Zeffirelli (Jesus von Nazareth) in der sandigen Umgebung. Für ein weiteres, optisches Highlight sorgt Bond-Girl Gemma Arterton, die als Prinzessin Tamina zu sehen ist. Viele Fans des Videogames waren allerdings wenig begeistert von der Besetzung, da sie für die Prinzessin nicht sexy genug sei. Mit Blick auf die letzten Jahre bemerkt man, dass Adaptionen von Comicgeschichten und Videogames nahezu durchweg enttäuschend ausfielen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verfilmung des Prinz of Persia bei der breiten Masse ankommt, eingefleischte Gamer dürfte erfahrungsgemäß aber wenig überzeugt sein.

14. Mai 2010

„Robin Hood“ eröffnet Filmfestival in Cannes

Rusell Crowe und Cate Blanchett eröffneten die 63. Filmfestspiele von Cannes an der französischen Côte d’Azur mit der Neuverfilmung um die Legende des Bogenschützen Robin Longstride. Rusell Crowe spielt in dem neuen Werk von Starregisseur Ridley Scott („Gladiator“ und „Kingdom of Heaven“) die Hauptrolle des Robin Hood und Cate Blanchett interpretiert die Rolle der Lady Marion Loxley überraschend frech und emanzipiert. Wer darüber nachdenkt sich den Film, der zu Zeiten des Mittelalters spielt, anzuschauen, aber auch alle anderen Interessierten, können sich den Trailer hier ansehen.

Natürlich treten solche Größen des Filmgeschäfts, wie Ridley Scott außer Konkurrenz auf. Woody Allen gibt sich die Ehre und stellt seinen neuen Film “You Will Meet A Tall Dark Stranger” vor. Mick Jagger ist mit “Stones in Exile”, einem Dokumentarfilm über ihn und seine Band auf Promotour. Oliver Stone ließ Gordon Gecko wieder von der Leine und sorgt damit für die Fortsetzung seines Finanzspektakels „Wall Street“ von 1987. In „Wall Street – Money Never Sleeps“ wird der sympathische Börsenhai wieder von Michael Douglas gespielt, diesmal mit Shootingstar Shia LaBeouf an seiner Seite. Sie alle nehmen am eigentlichen Wettbewerb in Cannes natürlich nicht teil.

Wie immer stellen etliche Newcomer und Underdogs ihre Meisterwerke zur Schau und ringen um die begehrte Goldene Palme. Cannes wird als das wichtigste Filmfestival der Welt gehandelt, ebenso wichtig wird hierdurch der Wettbewerb als solcher. Dieses Jahr ist kein geringerer als Tim Burton der Präsident der Jury, umso enttäuschender ist es, dass sich nicht ein einziger deutscher Regisseur qualifizieren konnte. Neben Tim Burton sitzen auch die Schauspieler Kate Beckinsale und Benicio Del Toro in der Jury.

Wieder einmal verarbeiten alle Teilnehmer sozialkritische und politische Themen und Problematiken in ihren Werken. Die Franzosen haben sogar drei Filme zu ihrem Heimspiel schicken können, während nur ein Film aus den USA dabei ist. Die Filmfestspiele von Cannes dauern noch bis zum 23. Mai an und versprechen einen spannenden Wettkampf um die Palme, auch wenn es vielen wohl nur um den Star- und Presserummel rund um das Medienevent geht.

18. April 2010

Jennifer Lopez – Starklatsch und Drehort New York

Jennifer Lopez hatte die Arbeit seit der Geburt ihrer Zwillinge im Februar 2008 niedergelegt, doch nun ist sie glücklich zurück zu sein. Die Arbeiten an ihrem Comeback haben ihr Spaß gemacht, lediglich Ehemann Marc Anthony fand es vielleicht nicht so witzig, dass er vom Filmset verbannt wurde. Damit wollte sie ihn allerdings nur vor Neid bewahren und nicht quälen meinte Lopez, denn in ihrem neuen Streifen, „The Back-up Plan“, spielt die geballte Latinopower eine Frau, die verzweifelt versucht Schwanger zu werden. Das bei diesem Thema Sexszenen zu sehen sind verwundert wenig, diese sind es auch, die sie ihrem Gatten ersparen wollte. Aufgrund ihrer noch frischen Erfahrungen der Geburt und Schwangerschaft mit ihren Zwillingen, sind Kritiker überzeugt und hoffen, dass dieser Film pures, echtes Gefühl rüberbringen kann. In Deutschland soll der Film ab 13.Mai zu sehen sein, dann aber unter dem Titel „Plan B für die Liebe“, wir dürfen also gespannt sein. Neben Jennifer Lopez wird dort auch Eric Christian Olsen zu sehen sein, der bereits in etlichen Serien und einigen größeren Filmprojekten von sich Reden gemacht hatte. Die Drehorte zum Film befinden sich hauptsächlich in und um New York wie etwa in Forest Park, Kew Gardens und West Village.

13. April 2010

Hot, hotter – Der Drehort von Coyote Ugly

Als ich mich dazu entschloss eine Woche nach New York zu reisen, stand eine Frage direkt im Raum, „Welchen der zahlreichen Drehorte soll ich besuchen?“. Die Wahl viel nach kurzem hin und her auf „Coyote Ugly“ und die echte Bar in New York City. Für den Film „Coyote Ugly“ wurde zwar von den Designern eine eigene Bar entworfen, ihr lag allerdings die der City als Vorbild zugrunde. Der Film wurde im Jahr 2000 gedreht und Regie führte dabei David McNally, der bis dato nur für seine Werbe- und Videoclips bekannt war. Es ist wohl weniger die tiefsinnige Handlung des Films, die seine Zuschauer fesselt, als viel mehr die leicht bekleideten „Coyoten“ mit ihren Tanz- und Gesangseinlagen. Aber genug zu den Filmfakten.
Gerade zurück vom „Big Apple“ will ich euch von meinem Erlebnis Coyote Ugly live berichten. Nach betreten des unscheinbaren Kneipeneingangs war es als stünde ich am Filmset zu McNallys Streifen. Überall tanzten knapp bekleidete Bedienungen, an der Decke hingen massenweise BHs und die Besucher flippten total aus. Auf der Theke waren natürlich auch Coyoten und entertainten die wilde Meute. Dann kam der Aufruf „Wanna make out?“ von der Dame in Strapsen auf der Theke. Sie fragte der Reihe nach durch bis zwei Frauen sich bereit erklärt hatten. Natürlich war ich gespannt was sich hinter dieser Aktion verbarg. Und kaum war ich dabei mir auszumalen, was nun wohl passieren würde, da stiegen die zwei Freiwilligen an den beiden Enden der Theke hoch und liefen aufeinander zu. In der Mitte begegnend begannen sie sich wild zu küssen. Die Menge flippte total aus und jubelte. Wahnsinn, diese Atmosphäre war ein echtes Highlight. Entgegen meinen Erwartungen waren auch überraschend viele Frauen unter den Besuchern. Neben uns waren zwei Amerikaner, die ständig damit beschäftigt waren allen Frauen Drinks und Cocktails auszugeben, bis eine Frau die auch mich beschäftigende Frage stellte, wieso der nette Amerikaner so spendabel sei. Die Antwort zwang meine kontrollierten Lachmuskeln in die Knie, denn er meinte „the more you drink, the better we look“.

21. März 2010

Filmprojekte in der Eifel

Den Auftakt zur Steigerung der Attraktivität der Eifel für Touristen und Filmemacher macht ein Fernseh-Eifelkrimi mit dem Titel „Der Bulle und das Landei“ im Mai dieses Jahres. Im September findet das Eifeler Krimifestival in der Nordeifel statt. Doch das bedeutendste Projekt stellt wohl die Umsetzung einer Datenbank mit Motiven von 40 bis 50 Filmdrehorten dar. Es soll laut Angaben der Eifeltourismus GmbH bis Ende 2011 realisiert werden und unter dem Namen „Location Guide“ vermarktet werden. Das Großprojekt wird mit etwa 315 000 € aus europäischen Fördermitteln unterstützt. Dieser Zuschuss deckt 50% der geplanten Gesamtkosten des Projekts ab.
Gerade nach dem Krisenjahr 2009 sieht die Tourismusbranche der Region den „Location Guide“ als wichtige Maßnahme, um auch den Wirtschaftsmotor wieder in Gang zu bringen. Die Verantwortlichen betonen, dass nicht nur die Tourismusbranche vom Zulauf der Film- und Serienfans profitieren wird, sondern auch die ansässigen Handwerker, Techniker, Hoteliers und anderen Dienstleister. Allein die mit Unterkünften und Speisen zu versorgenden Filmcrews dürften für einen außerordentlichen Absatz sorgen.

12. März 2010

Donnerstag ist Kinotag!

Es ist Donnerstag und wieder haben wir einen Neustart für euch. Heute läuft „Jerry Cotton“ in den deutschen Kinos an, eine Hommage an die guten, alten B-Movies. In Anlehnung an die Krimi-Roman-Serie „Jerry Cotton“ haben Cyrill Boss und Philipp Stennert (Neues vom Wixxer) eine Neuauflage des Bestsellers auf die Leinwand gezaubert. Zwischen 1965 und 1969 wurden bereits acht „Jerry Cotton“-Streifen ins Rennen um die Gunst der Kinobesucher geschickt, doch seitdem hatte sich niemand mehr an ein „Jerry Cotton“-Filmprojekt gewagt. Grund genug für das erfahrene Duo mit einer frischen, so noch nicht dagewesenen Story um Jerry Cotton, den Topagenten des New Yorker FBI, das Flair der Vergangenheit neu zu entfesseln.
Dem, als Action-Komödie gedachten, Film geht die Ernsthaftigkeit leider immer wieder abhanden. Das liegt nicht zuletzt auch an der Besetzung der Rolle des Phil Decker. Der neue, unerfahrene Partner Jerry Cottons (Christian Tramitz), wird von keinem geringeren als „Klamaukkönig“ Christian Ulmen gespielt. Neben den optischen Höhepunkten, nämlich einem feuerroten Jaguar E-Type und Monica Cruz (Asterix bei den Olympischen Spielen), die eine Gangsterbraut spielt, versprüht der Film absolutes „B-Movie-Feeling“. Das dürfte vor allem an den hervorragenden Requisiten und ihrem Detailreichtum, wie auch an der Aufnahmetechnik liegen, die uns in die 60er-Jahre zurückversetzt. Obwohl New York der Ort des Geschehens ist, wurden nahezu alle Szenen in Berlin, Brandenburg und Hamburg abgedreht. So war es bereits bei den acht Verfilmungen der Fall. Damit kommt zum Drehort und der deutschen Hauptstadt Berlin mal wieder ein Kinofilm hinzu. Allerdings standen für den neuen „Jerry Cotton“ auch zwei Drehtage in New York auf dem Plan.

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