Der deutsche Regisseur Fatih Akin (36) wählte für seinen neuesten Kinostreifen „Soul Kitchen“ bewusst von Veränderung bedrohte Schauplätze in Hamburg-Wilhelmsburg. Somit untermalen bereits die Drehorte die Handlung des Films und werden ein aussagekräftiger Bestandteil des Gesamtbildes.
Während die Belegschaft des Restaurants Soul Kitchen versucht einer Umstrukturierung ihres Stadtteils zu entgehen, spiegeln Drehorte wie etwa der ehemalige Mojo Club an der Reeperbahn, die diagonal über eine Straßenkreuzung führende Sternbrücke oder die alte Karstadt-Filiale den Altona-Scharm aus Akin´s Heimat wieder.
Doch neben diesen Ansichten eines weniger privilegierten Stadtteils zeigt Fatih Akin auch die touristischen Anziehungspunkte seiner geliebten Hansestadt. Dort sind die Speicherstadt, wie auch Elbe und Alster zu sehen.
Für eine Friedhofszene wählte der türkischstämmige Filmemacher allerdings den Riensberger Friedhof in der Nachbarstadt Bremen.
Nach dem Goldenen Bär, dem Deutschen und Europäischen Filmpreis verspricht auch „Soul Kitchen“ für den erfolgsverwöhnten Akin ein Kassenschlager zu werden.
Neben dem deutschen Ausnahme–Schauspieler Moritz J. Bleibtreu ist Adam Bousdoukos, ein alter Schulfreund des Regisseurs, in der Hauptrolle als Zinos Kazantsakis zu sehen. Außerdem spielen unter anderem Cem Akin, Fatih Akin´s älterer Bruder und Birol Ünel, der bereits in Akin´s Streifen „Juli“(2000) neben Bleibtreu zu sehen war, mit.