Blog – Bekannte Drehorte weltweit – Filming-Locations, Set, Location, Filmset, Schauplätze, Filmkulisse

14. Dezember 2010

Filmstudios Babelsberg

Kein wirklich realer Drehort ist die Medienstadt Babelsberg. Der größte Stadtteil Potsdams ist Drehort mehrerer bekannter Filme und Serien. In den Filmstudios Babelsberg werden neben national beliebten Fernsehsendungen wie der Telenovela GZSZ auch international erfolgreiche Filme wie „Der Vorleser“ oder „Operation Walküre“ gedreht.

Im benachbarten Filmpark Babelsberg gehen täglich Besucher ein uns aus, um Original-Schauplätze bekannter Filme und Serien anzusehen. Der Besucher von außerhalb sucht sich in Berlin Ferienwohnungen, nur um den Filmpark und seine Original-Requisiten live zu sehen.

Mit dem Standort in Berlin machte auch das älteste Filmstudio Europas einige Wandel durch. Die Nationalsozialisten benutzten die Studios zur Verbreitung ihrer Propaganda. Mit der Besetzung Berlins durch die Rote Armee wurde auch das Filmstudio in DDR-Hände gegeben. Nach der Wende entfaltete sich das Filmstudio erneut und wurde zum größten Studiokomplex Europas.

Erst nach dem Mauerfall erlangte auch die Stadt Babelsberg einen Aufschwung. Das Filmstudio entwickelte sich zum Medienmagnet, TV- und Rundfunkstudios kamen nach Babelsberg und ließen sich dort nieder. Auch im Bereich Bildung wurde Babelsberg besser besetzt: Die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und das Babelsberger Filmgymnasium waren medienorientierte neue Bildungseinrichtungen in Babelsberg.

Der Filmpark in Babelsberg bietet neben neben Rundgängen durch einige Original-Schauplätze auch Autogrammstunden einiger Fernsehstars. Am bekanntesten ist wohl das Set der Fernsehserien Gute Zeiten Schlechte Zeiten (GZSZ), hier können Schaulustige auch an Drehtagen ihren Stars beim Drehen ihrer Lieblingsserie zusehen. Einmal pro Woche bietet der Filmpark eine organisierte Autogrammstunde mit einem der Darsteller.

1. September 2010

„ Die Kriegerin “

„Kamera, Licht – und Action!“ hieß es in den letzten Tagen in Eilenburg, Spröda und rund um Sachsen-Anhalt, als auch in Thüringen. Dort begannen die Dreharbeiten für den Kinostreifen „Die Kriegerin“ von Nachwuchsregisseur und Buchautor David Wnendt. Der aus Gelsenkirchen stammende, 33-jährige Wnendt, greift mit „Die Kriegerin“ ein Thema auf, dem bislang nur wenig Aufmerksam zu Teil wurde. Mit der Geschichte von „Marisa“, einem 20 Jahre alten Mädchen, das sich dem Neonazismus verschrieben hat und voller Aggressionen steckt, reflektiert Wnendt das Potential der Jugendkriminalität und –gewalt junger Frauen und Mädchen. Doch darüber hinaus will er wesentlichen Fragen auf den Grund gehen. Was geschieht etwa, wenn diese Gewalt überhand gewinnt. Was auf der anderen Seite, wenn die Gewalttäter realisieren worum es im Leben wirklich geht, sich bewusst machen, dass Freundschaft bedeutender ist als Hass. Oder sich fragen, wie man aus der Szene rauskommt. Verdächtig realitätsbezogen handelt hier die Geschichte um Marisa, mit ihrem Hass gegen Ausländer, Polizei, Politik und den Kapitalismus. Gerade zu, wie aus dem Leben gegriffen wirken ihre Schuldzuweisungen und die Suche nach den Schuldigen für ihre Misere. Alles in Allem soll das Bewusstsein über die Verantwortung für das eigene Leben und das Zusammenleben in einer sozialen Gesellschaft angesprochen werden.

Diese Thematik hat auch zahlreiche Vereine und Organisationen, wie „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland” oder „Augen auf” dazu bewogen, unterstützend für das Projekt tätig zu werden und den Film somit erst zu ermöglichen. Produziert wird der Kinofilm von der Mafilm GmbH Berlin und wird vermutlich im nächsten Jahr auf deutschen Leinwänden zu sehen sein.

14. Juli 2010

Zurück in die Vergangenheit – die Arbeit eines Motiv-Aufnahmeleiters

In Braunschweig sollen Aufnahmen für den Kinofilm „Der große Traum des Konrad Koch“ abgedreht werden, das erfordert viel Vorarbeit. Vorarbeit, die Motiv-Aufnahmeleiter Tobias von Schönermark leisten muss. Da es sich bei dem Kinostreifen, um eine Verfilmung, eines wesentlichen Meilensteins der Geschichte des deutschen Fußballs handelt, liegt dem 39-Jährigen Schönermark besonders viel daran, dass alles perfekt inszeniert werden kann. Da sich dieser Grundstein für den Fußball in Deutschland, im Jahre 1874 vor den Toren Braunschweigs zugetragen hat, muss Schönemark bereits im Vorfeld, also lange vor Drehbeginn, dafür sorgen, dass alle Unstimmigkeiten beseitigt sind bevor das Filmteam anrollt. „Zeit ist Geld“ meint der zuständige Motiv-Aufnahmeleiter Schönemark, das ist uns nicht neu. Doch die Dimensionen und die Bedeutung, die diese „drei-wortige“ Redensart in der Filmindustrie repräsentiert, sind immens. Schönemark muss zeitlich alles genau abstimmen und es darf keine Zeit verschwendet werden, denn „der Tross rollt an, dreht und verschwindet wieder“. Alles muss für diesen einen Drehtag perfekt sein, die Illusion des Braunschweigs um 1874 glücken und glaubhaft bei den Zuschauern rüberkommen. Bushaltestellenschilder müssen genauso aus dem Stadtbild verbannt werden, wie Bänke und Straßenschilder. Buslinien umfahren den Altstadtmarkt und auch für Autofahrer ist alles abgesperrt. In größeren Städten, in denen häufiger gedreht wird, seien die Menschen wegen den Einschränkungen und auch die Verwaltungen der Städte bereits des Öfteren genervt. Deshalb freut sich Schönemark über das Entgegenkommen Braunschweigs und die Kooperation, denn es müssen etliche Genehmigungen für solch einen Drehtag eingeholt werden. Der Zebrastreifen müsse zum Beispiel mit Sand überstreit werden, für alles braucht man das OK der zuständigen Behörden. Solche Kleinigkeiten zu übersehen oder zu denken, sie fielen nicht auf, das kommt für den erfahrenen Motiv-Aufnahmeleiter nicht in Frage. Bei Fernsehproduktionen, so Schönemark, fallen solche Details nicht allzu sehr ins Gewicht, doch bei Kinofilmen schauen die kritischen Zuschauer genauer hin. Das fällt angesichts der Relationen auch nicht schwer, denn ein Millimeter auf dem heimischen Fernsehgerät ist kaum zu sehen, der gleiche Ausschnitt ist auf einer Großbildleinwand eines Kinos aber ein Mal ein Metern groß.

6. Juli 2010

Hollywood in Würzburg?

„Einer für alle und alle für“ Würzburg, könnte es ab dem kommenden Herbst heißen. Denn für eine weitere Verfilmung des Films „Die drei Musketiere“, werden zurzeit verschiedene Standorte in Bayern hinsichtlich geeigneter Schauplätze geprüft. Constantin-Film, eine der wohl größten Produktionsgesellschaften der Filmindustrie, hatte eine Sprecherin verkünden lassen, dass sich Bayern mit seinen möglichen Drehorten „natürlich sehr anbietet“. Es sei zwar noch nichts entschieden, doch die Chancen für Würzburg stünden gut, sagte die Sprecherin. Wann der Film in die Kinos kommt steht noch nicht fest. Man darf dennoch auf eine interessante Neuverfilmung gespannt sein. Doch weshalb ist das jetzt solch eine Sensation? Ganz einfach, weil Constantin-Film, wie bereits bekannt wurde, wahre Hollywoodstars für das Projekt gewinnen konnte. Neben dem Oscar-Gewinner Christoph Waltz („Inglourious Basterds“) und der serbisch-russischen Schönheit Milla Jovovich („Das fünfte Element“), wird ebenfalls Orlando Bloom („Fluch der Karibik“) bei dem Streifen mitwirken. Sollten sich die Aussagen bestätigen und in einigen Monaten tatsächlich in der Mainmetropole gedreht werden, dann könnten sich die Dreharbeiten zum Magnet für Schaulustige entwickeln und den Tourismus der Region ankurbeln. Deutschland und Europa haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung im Filmgeschäft gewonnen und dieser Film könnte einen weiteren Meilenstein darstellen. Der Ehemann von Jovovich, Paul Anderson („Resident Evil“), wird Regie führen. Da der Hype um die 3D Produktionen noch immer ungebändigt ist, werden auch die vier Freunde d’Artagnan, Athos, Porthos und Aramis den Zuschauern wohl näher denn je kommen. En garde!

11. Juni 2010

Wickie kommt zurück an den Walchensee

Ihm sei bekannt „…, dass wieder am Walchensee gedreht werden soll“, sagte der Bürgermeister von Kochel und gemeint ist die Fortsetzung zu „Wickie und die starken Männer“. Im Herbst soll der Dreh beginnen, der vorläufige Termin für den Kinostart steht auch schon und wurde auf den 11.November 2011 festgesetzt. Der Bürgermeister freut sich, dass die, in München ansässige, Produktionsfirma Rat Pack für den zweiten Wickie Teil in seine Gemeinde kommt und der Bekanntheitsgrad der Region wächst. Kein Wunder, den laut Kerstin Lindig, der Leiterin der Touristik-Informationsstelle Vorort, begann schon nach dem ersten Teil ein Run auf die originalen Drehorte des Kinofilms. Alle wollten zu den urigen Wikingerdörfern. Auf die täglich eintrudelnden Anfragen hat man schnell reagiert und so wurde vor geraumer Zeit bereits das Kinderprogramm ausgebaut. Entdeckungsreise mit den Wikingern heißt der Bestseller für die Kleinen.
Was den zweiten Teil des Films betrifft, darf man sich wohl wieder auf tolle Filmkulissen freuen. Insbesondere die Sachenbacher Bucht sorgte im ersten Streifen für einen Augenschmaus und soll wohl wieder zu sehen sein. Zu den bereits bekannten Drehorten sollen aber auch neue hinzukommen. Christian Becker, der Produzent, habe sich wohl mal im Loisachtal umgeschaut. An die Stelle von „Bully“- Michael Herbig tritt diesmal allerdings Christian Ditter als Regisseur an. Ob der zweite Teil an den Erfolg des ersten anknüpfen kann ist jedoch fraglich, denn die im Vorfeld gestartete Castingshow „Bully sucht die starken Männer“ um Witzbold Herbig, war am Werberummel und somit auch Erfolg des Wickie Films nicht unwesentlich beteilig. Da der Hype um den kleinen Wikinger allerdings wieder aufgefrischt werden müsste, muss sich die Kreativabteilung etwas Neues einfallen lassen, um von sich Reden zu machen.

27. Mai 2010

Drehorte in der Eifel liegen voll im Trend

Am 21. März hatte ich noch davon berichtet, dass die Eifeltourismus GmbH, mit europäischen Fördermitteln von über 150 000 €, die Eifel für Filmemacher interessant machen will und eine Datenbank mit über 40 Motiven von Drehorten anlegt, da kommen schon die nächsten Produzenten angerollt. Uwe Ochsenknecht wird die Hauptrolle in der ZDF-Komödie „Das Comeback“ übernehmen und gedreht wird das ganze in Iversheim. Zuvor wurden auch Filme wie etwa „Die Päpstin“ Sönke Wortmanns und Teile des RTL Zweiteilers „Der Vulkan“ in der Eifelregion gedreht. Angesichts der steigenden Beliebtheit der Region unter den Filmemachern, wundert es nicht, dass Sony Pictures die Geschichte um Schlagersänger Hansi Haller dort zu „Film“ bringen will. Ich bin gespannt, wie sich das ganze weiterentwickelt und inwieweit die Bemühungen der Eifeltourismus GmbH greifen. Allgemein finde ich es sehr gut, mehr Filme in Europa und in Deutschland zu drehen. Noch interessanter wird die Mischung aus Film und Europa meines Erachtens aber in Kombination mit hochkarätigen Besetzungen oder Machern aus Übersee.

Außerdem hat jeder, der schon immer mal in einem Film mitspielen wollte, noch die Chance sich dem offenen Casting für freie Statistenrollen zu stellen. Allerdings sollte er oder sie von Anfang bis Mitte Juni verfügbar sein. Ansonsten kann es jeder im Alter zwischen 6 und 66 versuchen. Das ganze steigt an diesem Samstag, also dem 29. Mai 2010, in der Gaststätte „Ohm Kock“, Euskirchener Straße 83. Ihr könnt von 14 bis 19 Uhr dort vorsprechen.

21. März 2010

Filmprojekte in der Eifel

Den Auftakt zur Steigerung der Attraktivität der Eifel für Touristen und Filmemacher macht ein Fernseh-Eifelkrimi mit dem Titel „Der Bulle und das Landei“ im Mai dieses Jahres. Im September findet das Eifeler Krimifestival in der Nordeifel statt. Doch das bedeutendste Projekt stellt wohl die Umsetzung einer Datenbank mit Motiven von 40 bis 50 Filmdrehorten dar. Es soll laut Angaben der Eifeltourismus GmbH bis Ende 2011 realisiert werden und unter dem Namen „Location Guide“ vermarktet werden. Das Großprojekt wird mit etwa 315 000 € aus europäischen Fördermitteln unterstützt. Dieser Zuschuss deckt 50% der geplanten Gesamtkosten des Projekts ab.
Gerade nach dem Krisenjahr 2009 sieht die Tourismusbranche der Region den „Location Guide“ als wichtige Maßnahme, um auch den Wirtschaftsmotor wieder in Gang zu bringen. Die Verantwortlichen betonen, dass nicht nur die Tourismusbranche vom Zulauf der Film- und Serienfans profitieren wird, sondern auch die ansässigen Handwerker, Techniker, Hoteliers und anderen Dienstleister. Allein die mit Unterkünften und Speisen zu versorgenden Filmcrews dürften für einen außerordentlichen Absatz sorgen.

12. März 2010

Donnerstag ist Kinotag!

Es ist Donnerstag und wieder haben wir einen Neustart für euch. Heute läuft „Jerry Cotton“ in den deutschen Kinos an, eine Hommage an die guten, alten B-Movies. In Anlehnung an die Krimi-Roman-Serie „Jerry Cotton“ haben Cyrill Boss und Philipp Stennert (Neues vom Wixxer) eine Neuauflage des Bestsellers auf die Leinwand gezaubert. Zwischen 1965 und 1969 wurden bereits acht „Jerry Cotton“-Streifen ins Rennen um die Gunst der Kinobesucher geschickt, doch seitdem hatte sich niemand mehr an ein „Jerry Cotton“-Filmprojekt gewagt. Grund genug für das erfahrene Duo mit einer frischen, so noch nicht dagewesenen Story um Jerry Cotton, den Topagenten des New Yorker FBI, das Flair der Vergangenheit neu zu entfesseln.
Dem, als Action-Komödie gedachten, Film geht die Ernsthaftigkeit leider immer wieder abhanden. Das liegt nicht zuletzt auch an der Besetzung der Rolle des Phil Decker. Der neue, unerfahrene Partner Jerry Cottons (Christian Tramitz), wird von keinem geringeren als „Klamaukkönig“ Christian Ulmen gespielt. Neben den optischen Höhepunkten, nämlich einem feuerroten Jaguar E-Type und Monica Cruz (Asterix bei den Olympischen Spielen), die eine Gangsterbraut spielt, versprüht der Film absolutes „B-Movie-Feeling“. Das dürfte vor allem an den hervorragenden Requisiten und ihrem Detailreichtum, wie auch an der Aufnahmetechnik liegen, die uns in die 60er-Jahre zurückversetzt. Obwohl New York der Ort des Geschehens ist, wurden nahezu alle Szenen in Berlin, Brandenburg und Hamburg abgedreht. So war es bereits bei den acht Verfilmungen der Fall. Damit kommt zum Drehort und der deutschen Hauptstadt Berlin mal wieder ein Kinofilm hinzu. Allerdings standen für den neuen „Jerry Cotton“ auch zwei Drehtage in New York auf dem Plan.

5. März 2010

Donnerstag ist Kinotag!

Nach einer kurzen Verschnaufpause meldet sich der Kinotag auf bekannte-drehorte.de zurück. Heute läuft „Henri 4“ in den Kinos an, ein Historien-Drama und Ergebnis einer deutsch-französisch-österreichisch-spanischen Co-Produktion. Die Schauspieler wurden international gecastet und auch sonst wurden weder Mühe, noch Kosten gescheut, um das 20 Millionen Euro schwere Projekt zu stemmen. Das Drehbuch von Regisseur Jo Baier, der durch Filme wie etwa „Wambo“ oder „Stauffenberg“ an Bekanntheit gewann, basiert auf den Romanen „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ (1935) und „Die Vollendung des Henri Quatre“ (1938) von Heinrich Mann. Der Film handelt von Frankreich, dem mächtigsten Staat im Europa des 16. Jahrhunderts und einem, durch einen internen Glaubenskrieg, drohendem Ende der Herrschaft. Ein Machtspiel zwischen Katholiken und Hugenotten entfacht. Die zahlenmäßig unterlegenen Hugenotten, die sich selbst als Rebellen sehen, beginnen sich einem kleinen Königreich im Süden Frankreichs anzuschließen. Der Prinz dieses Königreichs, Henri, bewährt sich auf dem Schlachtfeld und gewinnt immer mehr Anhänger. Doch Henri sehnt sich nach Frieden und nimmt das Friedensangebot von Katharina de Medici an und heiratet deren Tochter Margot. Die Hochzeit endet allerdings in einem Massaker.

Neben der fesselnden Geschichte, glänzt der Film aber auch mit seinen historischen Drehorten. Insbesondere die Aufnahmen um die Wasserburganlage Adendorf in Nordrhein-Westfalen, gehören zu den visuellen Highlights des Films. Dort wurde eine Woche lang um die Burg, deren Ursprünge auf das Jahr 1337 zurück gehen gedreht und das 16. Jahrhundert in Szene gesetzt. Die gesamte Anlage wurde renoviert und ist jährlich Schauplatz einer Messe, welche gleichzeitig auch die einzige Gelegenheit bietet sich alles aus der Nähe anzuschauen. Die Burg steht selbstverstädlich unter Denkmalschutz.

28. Januar 2010

Donnerstag ist Kinotag!

Heute ist es wieder soweit, es ist Donnerstag und jeder Film- und Kinofan weiß, dass heute neue Kinofilme anlaufen. Für viele ist das ein Grund, gerade donnerstags das nächstgelegene Kino zu stürmen (Man will einen Film ja so früh wie möglich sehen um mitreden zu können). Aufgrund dieser Tatsache habe ich mir überlegt, nun jeden Donnerstag einen der neuen Kinostreifen herauszupicken, der meines Erachtens einen Beitrag wert ist. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass die anderen Filme es nicht seien, es würde nur schlichtweg den Rahmen sprengen zu jedem Film etwas zu schreiben.

Na schön, was haben wir denn heute im Angebot? Eine deutsche Produktion, eine Dokumentation von Volker Koepp. Die Dokumentation läuft heute unter dem Titel „Berlin – Stettin“ an, ist ab 12 Jahren freigegeben und zählt 114 Minuten Laufzeit. Auf dem Gebiet des Dokumentarkinos ist Volker Koepp nun bereits seit 1971 eine feste Größe, dabei verlor er seine Heimat nie aus den Augen. Zu bewegend war für den Filmemacher die Kindheit in der Nachkriegszeit. Die deutsche Geschichte, die ständigen Veränderungen und der Wandel der landschaften, prägten nicht nur sein Leben, sondern auch seine Dokumentationen. Zwei seiner bekanntesten Werke sind „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ und „Holunderblüte“.

Auf der Suche nach seinen eigenen Spuren wird in „Berlin – Stettin“ auch Koepps Liebe zur Heimat spürbar in Bild und Ton übertragen. Nach und nach führt ihn die Reise zu den Drehorten seiner Dokumentationen, nach Zehdenick, Wittstock, Schwaan in Mecklenburg bis hin nach Stettin. Anders als zu Zeiten der Stasi muss Koepp sich nun nicht mehr verstecken, nichts andeuten und seine Meinung nicht zurücknehmen. Der Film ist eine gelungene Mischung aus Selbstportrait und Heimatfilm. Mit viel Herzblut lässt Volker Koepp Bild, Ton und Geschichte verschmelzen und das ist zu spüren.

Dieser Dokumentarfilm ist sowohl älteren, als auch jüngeren Kinofreunden ans Herz zu legen, die sich gerne von Eindrücken der Nachkriegszeit und des Wandels der deutschen Geschichte, als auch von persönlichen Noten, die Regisseure wie Koepp vermitteln, mitreißen lassen.

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