„Kamera, Licht – und Action!“ hieß es in den letzten Tagen in Eilenburg, Spröda und rund um Sachsen-Anhalt, als auch in Thüringen. Dort begannen die Dreharbeiten für den Kinostreifen „Die Kriegerin“ von Nachwuchsregisseur und Buchautor David Wnendt. Der aus Gelsenkirchen stammende, 33-jährige Wnendt, greift mit „Die Kriegerin“ ein Thema auf, dem bislang nur wenig Aufmerksam zu Teil wurde. Mit der Geschichte von „Marisa“, einem 20 Jahre alten Mädchen, das sich dem Neonazismus verschrieben hat und voller Aggressionen steckt, reflektiert Wnendt das Potential der Jugendkriminalität und –gewalt junger Frauen und Mädchen. Doch darüber hinaus will er wesentlichen Fragen auf den Grund gehen. Was geschieht etwa, wenn diese Gewalt überhand gewinnt. Was auf der anderen Seite, wenn die Gewalttäter realisieren worum es im Leben wirklich geht, sich bewusst machen, dass Freundschaft bedeutender ist als Hass. Oder sich fragen, wie man aus der Szene rauskommt. Verdächtig realitätsbezogen handelt hier die Geschichte um Marisa, mit ihrem Hass gegen Ausländer, Polizei, Politik und den Kapitalismus. Gerade zu, wie aus dem Leben gegriffen wirken ihre Schuldzuweisungen und die Suche nach den Schuldigen für ihre Misere. Alles in Allem soll das Bewusstsein über die Verantwortung für das eigene Leben und das Zusammenleben in einer sozialen Gesellschaft angesprochen werden.
Diese Thematik hat auch zahlreiche Vereine und Organisationen, wie „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland” oder „Augen auf” dazu bewogen, unterstützend für das Projekt tätig zu werden und den Film somit erst zu ermöglichen. Produziert wird der Kinofilm von der Mafilm GmbH Berlin und wird vermutlich im nächsten Jahr auf deutschen Leinwänden zu sehen sein.