Den Auftakt zur Steigerung der Attraktivität der Eifel für Touristen und Filmemacher macht ein Fernseh-Eifelkrimi mit dem Titel „Der Bulle und das Landei“ im Mai dieses Jahres. Im September findet das Eifeler Krimifestival in der Nordeifel statt. Doch das bedeutendste Projekt stellt wohl die Umsetzung einer Datenbank mit Motiven von 40 bis 50 Filmdrehorten dar. Es soll laut Angaben der Eifeltourismus GmbH bis Ende 2011 realisiert werden und unter dem Namen „Location Guide“ vermarktet werden. Das Großprojekt wird mit etwa 315 000 € aus europäischen Fördermitteln unterstützt. Dieser Zuschuss deckt 50% der geplanten Gesamtkosten des Projekts ab.
Gerade nach dem Krisenjahr 2009 sieht die Tourismusbranche der Region den „Location Guide“ als wichtige Maßnahme, um auch den Wirtschaftsmotor wieder in Gang zu bringen. Die Verantwortlichen betonen, dass nicht nur die Tourismusbranche vom Zulauf der Film- und Serienfans profitieren wird, sondern auch die ansässigen Handwerker, Techniker, Hoteliers und anderen Dienstleister. Allein die mit Unterkünften und Speisen zu versorgenden Filmcrews dürften für einen außerordentlichen Absatz sorgen.
21. März 2010
Filmprojekte in der Eifel
12. März 2010
Donnerstag ist Kinotag!
Es ist Donnerstag und wieder haben wir einen Neustart für euch. Heute läuft „Jerry Cotton“ in den deutschen Kinos an, eine Hommage an die guten, alten B-Movies. In Anlehnung an die Krimi-Roman-Serie „Jerry Cotton“ haben Cyrill Boss und Philipp Stennert (Neues vom Wixxer) eine Neuauflage des Bestsellers auf die Leinwand gezaubert. Zwischen 1965 und 1969 wurden bereits acht „Jerry Cotton“-Streifen ins Rennen um die Gunst der Kinobesucher geschickt, doch seitdem hatte sich niemand mehr an ein „Jerry Cotton“-Filmprojekt gewagt. Grund genug für das erfahrene Duo mit einer frischen, so noch nicht dagewesenen Story um Jerry Cotton, den Topagenten des New Yorker FBI, das Flair der Vergangenheit neu zu entfesseln.
Dem, als Action-Komödie gedachten, Film geht die Ernsthaftigkeit leider immer wieder abhanden. Das liegt nicht zuletzt auch an der Besetzung der Rolle des Phil Decker. Der neue, unerfahrene Partner Jerry Cottons (Christian Tramitz), wird von keinem geringeren als „Klamaukkönig“ Christian Ulmen gespielt. Neben den optischen Höhepunkten, nämlich einem feuerroten Jaguar E-Type und Monica Cruz (Asterix bei den Olympischen Spielen), die eine Gangsterbraut spielt, versprüht der Film absolutes „B-Movie-Feeling“. Das dürfte vor allem an den hervorragenden Requisiten und ihrem Detailreichtum, wie auch an der Aufnahmetechnik liegen, die uns in die 60er-Jahre zurückversetzt. Obwohl New York der Ort des Geschehens ist, wurden nahezu alle Szenen in Berlin, Brandenburg und Hamburg abgedreht. So war es bereits bei den acht Verfilmungen der Fall. Damit kommt zum Drehort und der deutschen Hauptstadt Berlin mal wieder ein Kinofilm hinzu. Allerdings standen für den neuen „Jerry Cotton“ auch zwei Drehtage in New York auf dem Plan.
5. März 2010
Donnerstag ist Kinotag!
Nach einer kurzen Verschnaufpause meldet sich der Kinotag auf bekannte-drehorte.de zurück. Heute läuft „Henri 4“ in den Kinos an, ein Historien-Drama und Ergebnis einer deutsch-französisch-österreichisch-spanischen Co-Produktion. Die Schauspieler wurden international gecastet und auch sonst wurden weder Mühe, noch Kosten gescheut, um das 20 Millionen Euro schwere Projekt zu stemmen. Das Drehbuch von Regisseur Jo Baier, der durch Filme wie etwa „Wambo“ oder „Stauffenberg“ an Bekanntheit gewann, basiert auf den Romanen „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ (1935) und „Die Vollendung des Henri Quatre“ (1938) von Heinrich Mann. Der Film handelt von Frankreich, dem mächtigsten Staat im Europa des 16. Jahrhunderts und einem, durch einen internen Glaubenskrieg, drohendem Ende der Herrschaft. Ein Machtspiel zwischen Katholiken und Hugenotten entfacht. Die zahlenmäßig unterlegenen Hugenotten, die sich selbst als Rebellen sehen, beginnen sich einem kleinen Königreich im Süden Frankreichs anzuschließen. Der Prinz dieses Königreichs, Henri, bewährt sich auf dem Schlachtfeld und gewinnt immer mehr Anhänger. Doch Henri sehnt sich nach Frieden und nimmt das Friedensangebot von Katharina de Medici an und heiratet deren Tochter Margot. Die Hochzeit endet allerdings in einem Massaker.
Neben der fesselnden Geschichte, glänzt der Film aber auch mit seinen historischen Drehorten. Insbesondere die Aufnahmen um die Wasserburganlage Adendorf in Nordrhein-Westfalen, gehören zu den visuellen Highlights des Films. Dort wurde eine Woche lang um die Burg, deren Ursprünge auf das Jahr 1337 zurück gehen gedreht und das 16. Jahrhundert in Szene gesetzt. Die gesamte Anlage wurde renoviert und ist jährlich Schauplatz einer Messe, welche gleichzeitig auch die einzige Gelegenheit bietet sich alles aus der Nähe anzuschauen. Die Burg steht selbstverstädlich unter Denkmalschutz.